Projekt «Blickfang»
Der Sieger des Wettbewerbs «Blickfang» zum Eidgenössischen Musikfest 2011 (EMF2011) steht fest: Das Projekt «Auftakt» will die beiden Gaskessel in der Nähe des Olma-Areals temporär zu einzigartig wirkenden, dreidimensionalen Musiknoten ausbauen. Die Idee der St.Galler Kommunikationsagentur «Festland» setzte sich gegen rund 30 andere Projektvorschläge durch. Die Fotomontage zeigt die Idee des Siegerprojekts «Auftakt»: Die Gaskessel werden zu dreidimensionalen, riesigen Noten «ausgebaut».
Die von Arno Noger präsidierte und breit zusammengesetzte Jury, der Vertreter(innen) aus Stadt und Kanton, Tourismus, Kunst und Kultur sowie dem OK EMF2011 angehörten, rangierte aus den anonym eingereichten Projekten schliesslich fünf. «Wir waren freudig überrascht, dass sich vier von fünf prämierten Ideen als Vorschläge von Verfassern aus St.Gallen herausstellten», kommentiert Jurypräsident Arno Noger das Resultat. Neben «Auftakt» wurden – in dieser Reihenfolge - die Projekte «Metrum» (Agentur Schalter&Walter, St.Gallen), «Notenhimmel» (Habegger, Regensdorf), «Windband» (Urs Andermatt, St.Gallen) und «Stadtorchester» (Alltag Agentur, St.Gallen) rangiert und mit Preissummen bedacht.
Ein wirklicher «Blickfang»
Das Siegerprojekt – das mit der Summe von 6000 Franken von gesamthaft 15'000 Franken ausgezeichnet wurde - würdigte die Jury mit folgender Beurteilung: «Der «Auftakt» ist ein eigentlicher «Blickfang», der ein Bild produziert, das bei Medien, Bevölkerung und Besuchern nachhaltig in Erinnerung bleiben kann. Das Projekt ist verblüffend sinnhaft, witzig, andersartig und steht unmittelbar in der Nähe des Festareals – zwischen Olma und Parademusikstrecke an der Rorschacher Strasse. Es arbeitet nicht mit den üblichen St.Galler Stereotypen und ist wegen seiner Dreidimensionalität und Grösse sehr gut wahrnehmbar. In beeindruckender Einfachheit verknüpft es das Thema des Festes («Musik») mit dem Ort der Veranstaltung (bestehende Baute der Gaskessel).»
Die Jury zeigte sich an ihrer über sechsstündigen Sitzung erfreut über die Zahl der Eingaben und das grosse Interesse am Musikfest. Der «Blickfang» soll einen Höhepunkt setzen und den Blick der Öffentlichkeit auf St.Gallen ziehen. Die Jury empfiehlt das erstrangierte Projekt zur Ausführung, über die nun das OK EMF2011 zu entscheiden hat.
(Bildlegende) Die Fotomontage zeigt die Idee des Siegerprojekts «Auftakt»: Die Gaskessel werden zu dreidimensionalen, riesigen Noten «ausgebaut».
Verzicht auf «Blickfang» fürs Eidgenössisches Musikfest
Das Siegerprojekt des Wettbewerbs „Blickfang“ zum Eidgenössischen Musikfest 2011 (EMF2011) wird aus finanziellen Gründen nicht realisiert: Damit werden aus den beiden Gaskesseln in der Nähe des Olma-Areals keine temporären dreidimensionalen Musiknoten. Die Idee „Auftakt“ der St.Galler Kommunikationsagentur „Festland“ hatte sich im letzten Jahr gegen rund 30 andere Projektvorschläge durchgesetzt. Die inzwischen erfolgten Abklärungen betreffend Konstruktion, Bewilligungen und Kosten zeigten, dass dieses Projekt technisch wohl realisierbar, aber aus dem Budget des „Eidgenössischen“ und Beiträgen möglicher weiterer Sponsoren nicht finanzierbar ist. Die Berechnungen ergaben Kosten von mindestens 200'000 Franken – für ein temporäres Projekt aus Sicht des Organisationskomitees eine deutlich zu hohe Summe. In der Ausschreibung für den Wettbewerb war man von Kosten für die Realisierung von rund 100'000 Franken für Projekte ausgegangen. Alternativen geprüft Der Ausschuss des Organisationskomitees prüfte zusammen mit der Agentur Alternativen, darunter eine (virtuelle) Umsetzung als Video und eine Verteilung von überdimensionierten Notensymbolen an wichtigen Plätzen der Stadt. Diese Varianten wurden aber als nicht der ursprünglichen Idee entsprechend und – zum Teil – ebenfalls schwierig finanzierbar verworfen. OK-Präsident Hubert Schlegel meint zum Verzicht: „Die Idee, dem Eidgenössischen und der Stadt mit einem zusätzlichen Blickfang Aufmerksamkeit zu geben, war durchaus richtig. Die Priorität – die ideelle wie die finanzielle – liegt aber bei der möglichst guten Umsetzung und Organisation des Musikwettbewerbs und des Musikfestes für die über 520 Vereine aus der ganzen Schweiz und die Bevölkerung von Stadt und Region.“ Der Verzicht falle zwar nicht leicht, sei aber die einzig realistische Variante. Aus finanziellen und organisatorischen Gründen verzichtet das Organisationskomitee auch darauf, andere Projekte umzusetzen, die von der Jury rangiert wurden. Es dankt aber nochmals allen Wettbewerbsteilnehmenden und der Jury unter dem Vorsitz von Arno Noger für die eingereichten Ideen und die geleistete Arbeit. ((in Kasten)) EMF2011 auf Kurs Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Musikfest 2011 in St.Gallen (EMF2011), das an den Wochenenden vom 17.-19. und 24-26. Juni 2011 stattfindet, sind in vollem Gang: Ein Organisationskomitee mit mehreren Dutzend Mitgliedern unter der Leitung von alt Stadtrat Hubert Schlegel setzt alles daran, den mehr als 520 Vereinen aus der ganzen Schweiz und den erwarteten rund 100'000 Besuchern pro Wochenende beste Bedingungen und viel Unterhaltung zu bieten. Derzeit wird vom Ressort Musik der komplexe Plan der Wettspiele erstellt, und die Planungen und Konzepte in den Bereichen Bau, Gastronomie, Verkehr, Sicherheit, Unterkunft, Zeremonien, Unterhaltung, Personal, Finanzen und Kommunikation werden verfeinert und laufend umgesetzt. Besonders intensiv wird nach Hunderten von Mitgliedern der ehrenamtlichen „Crew“ gesucht – Helferinnen und Helfer können sich über www.emf2011.ch/crew und Telefon 071 777 2011 melden. Eines der Highlights im Unterhaltungsbereich sind Galakonzerte mit den führenden Blasmusik-Formationen der Schweizer Armee. Finanziell und ideell kann das EMF2011 auf die Unterstützung von Kanton und Stadt St.Gallen, von drei Hauptsponsoren (Migros, Schützengarten, Swisslos) und mehreren Goldsponsoren zählen.
Ausschreibung Blickfang
In einem öffentlichen Wettbewerb wurden bis Mitte März Ideen und Projekte gesucht, die 2011 als „Blickfang“ auf St.Gallen und das hier stattfindende Eidgenössische Musikfest (EMF2011) aufmerksam machen. Teilnahmeberechtigt waren alle Interessierten – hier die vollständige Ausschreibung:


